„Erlebtes hat Auswirkungen auf das Erwachsenenalter.“
Beim Trauma handelt es sich um eine psychische Ausnahmesituation (Psychotrauma). Auslöser ist eine erdrückende Begebenheit, bspw. ein Gewaltakt, eine Naturkatastrophe, ein Unfall. Betroffene fürchten um ihr Leben und das von Dritten. Das Ereignis geschieht unerwartet, ex tempora, gleicht einer alternativlosen, stark belastenden Stresssituation.
Die posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) tritt verzögert oder persistierend-chronisch auf. Die Reaktionszeit beträgt i. d. R. bis zu sechs Monaten. Betroffene wirken hilflos, ängstlich, überfordert.
Schon dreijährige Kinder könnend damit konfrontiert werden. Kinder sind stärker gefährdet als z. B. Jugendliche, weil sie nur defizitär über Möglichkeiten verfügen, ihre Traumata realistisch zu bewerten. Schwindet oder verlieren Kindern das Vertrauen in Bezugspersonen, können Traumata sich verhängnisvoll entwickeln.
Gerade Kinder reagieren auffallend und fundamental mit Anpassungsschwierigkeiten, weil deren persönliches Vermögen, sich anzupassen, erschöpft ist. Wir dokumentieren die Störung innerhalb eines Monats nach dem folgenschweren Ereignis. Sie dauert i. d. R. nicht länger als sechs Monate. Kinder reagieren diesbezüglich oft aggressiv, leiden unter Angststörungen oder verlernen bereits erworbene Fähigkeiten (Sprache, Konsistenz).