Mutismus

Schmetterling

„Eine Kinderseele darf nicht zerbrechen und nicht leiden.“

Darunter versteht man eine psychisch bestimmte Kommunikationsstörung, eine Sprechblockade, ein psychogenes Schweigen (lat. „mutus“: stumm). Kinder und Jugendliche sind unfähig, in bestimmten Situationen zu sprechen, obwohl ihr Sprach-/Sprechvermögen störungsfrei ist, also weder das Sprachorgan noch das Gehör defekt ist.

Wird dieses Symptom in einem Zeitraum von mindestens vier Wochen diagnostiziert, könnte es sich um Mutismus handeln. Dabei muss „Schüchternheit“ ausgeschlossen werden. Schüchternheit ist nichts krankhaftes. Ein schüchternes Kind kommuniziert meist nach kurzer Zeit, sobald es sich sicher fühlt.

Die zwei wichtigsten Varianten von Mutismus sind der selektive- und der totale Mutismus.

Charakteristika für den selektiven Mutismus sind bspw. die Angst, im Mittelpunkt zu stehen, ein apathischer Gesichtsausdruck oder auch ein anormales Verhalten in ungewohnter Umgebung, nicht aber im familiären Umfeld.

Der totale Mutismus manifestiert sich z. B. auch durch Sprachlosigkeit, fehlenden Augenkontakt, Grübeln oder dadurch, dass Kinder und Jugendliche zwar etwas beobachten, aber nicht handeln.