„Kinder sind feinfühlig und bekommen immer etwas mit.“
Eine dissoziative Störung ist definiert als partieller oder auch absoluter Ausfall des Bewusstseins bezogen auf ein spezifisches, subjektiv stark belastendes Ereignis. Wahrnehmungen lassen sich nicht mehr zusammenfügen. Typisch sind Verdrängungen, der Widerstand gegen unerwünschte Erfahrungen, die Abspaltung der Gefühle, die nicht integriert werden können. Eine dissoziative Störung gleicht insofern einer psychischen Überforderung, die Auswirkungen auf viele Komponenten haben kann wie bspw. das Identitätsgefühl, die Erinnerung, die Kontrolle über den Bewegungsapparat, Körperempfindungen.
Die wichtigsten dissoziativen Störungen sind
- Dissoziative Bewusstseinsstörungen
Beispiele hierfür sind u.a. die Entfremdung vom eigenen Körper oder der Umwelt.
Hierzu zählt auch der Verlust der Ich-Stabilität, die Wahrnehmung zweier Identitäten in einer Person.
- Dissoziative Störungen mit körperlichen Symptomen
Das sind u.a. psychogene Krampfanfälle mit oft situativen Auslösern wie z.B. Stress oder
bspw. das Empfinden einer bloßen Berührung als Schmerz.
Ursachen für dissoziative Störungen sind oftmals traumatische Ereignisse, belastende familiäre Verhältnisse oder schulische Überforderung.
Die Krankheitsbilder dissoziativer Störungen sind facettenreich. Symptome können leicht mit anderen verwechselt werden. Mischformen sind möglich. Eine sorgfältige Diagnose ist besonders wichtig.